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Hommage zum 120. Geburtstag von Ernst Lubitsch im Murnau-Filmtheater.
Mit einer Hommage zum 120. Geburtstag erinnert das Murnau-Filmtheater (Deutsches Filmhaus, Wiesbaden) an Ernst Lubitsch. Komödien gab er den „Lubitsch Touch“ und Billy Wilder, selbst ein Meister des Faches, brachte die Bewunderung für den genialen Regisseur auf den Punkt: „Wie hätte Lubitsch es gemacht?“

Das Murnau-Filmtheater zeigt zwei restaurierte Stummfilme aus ihrem Bestand: DIE BERGKATZE (DE 1921) am Freitag, 27. Januar (20 Uhr) und DIE AUSTERNPRINZESSIN (DE 1919) am Mittwoch, 15. Februar (20 Uhr). Die Dokumentation ERNST LUBITSCH IN BERLIN – VON DER SCHÖNHAUSER ALLEE NACH HOLLYWOOD (DE 2006), gedreht von seiner Tochter Nicola Lubitsch, ist am Mittwoch, 15. Februar (18 Uhr) zu sehen.

Ernst Lubitsch (* 28. Januar 1892 in Berlin, † 1947 in Los Angeles) zählt zu den bedeutendsten Regisseuren der Filmgeschichte. Seine Karriere begann, zunächst als Schauspieler, in den 1910er Jahren. Nach den internationalen Erfolgen der Historienfilme ANNA BOLEYN und DAS WEIB DES PHARAO ging er bereits 1922 nach Hollywood. Mehr als zwei Jahrzehnte arbeite er in der Traumfabrik, Klassiker wie NINOTSCHKA (1939) mit Greta Garbo oder die Nazi-Parodie SEIN ODER NICHT SEIN (1942) sind Meilensteine der Filmgeschichte. Im Jahr 1947 wurde er mit dem Oscar ausgezeichnet.


Kinotermine

Fr 27.1.
20 Uhr
DIE BERGKATZE
Regie: Ernst Lubitsch, DE 1921, 82 min, FSK: ab 0, mit Pola Negri, Wilhelm Diegelmann, Victor Janson, Marga Köhler, DVD mit Musik: Marco Dalpane in Zusammenarbeit mit ZDF/ARTE
Unweit Piffkaneiros steht ein Fort, majestätisch und uneinnehmbar. Die Sorgen des Kommandanten gelten daher weniger seinem Fort als seiner Tochter, zumal ihm gemeldet wurde, dass ein berüchtigter Schürzenjäger, der schon bei seiner alten Dienststelle alle Mädchen der weiteren Umgebung verführt habe, zu seiner Kompanie versetzt werde. Besagter Leutnant Alexis begegnet unterwegs der Räuberhauptmannstochter Rischka, die ihn bis auf die Unterhosen auszieht. Sofort nach seinem Eintreffen im Fort wird eine erfolgreiche Strafexpedition gegen die Räuber gestartet. Der draufgängerische Alexis muss daraufhin die Tochter des Kommandanten heiraten. Doch die Räuber sind noch nicht besiegt – und die Liebesangelegenheiten noch nicht geklärt. Diese turbulente Groteske war Lubitschs letzter Film für die UFA.

Die_Bergkatze

Mi 15.2. 18 Uhr
ERNST LUBITSCH IN BERLIN – VON DER SCHÖNHAUSER ALLEE NACH HOLLYWOOD
Regie: Robert Fischer, DE 2006, 110 min, DVD, FSK: ab 0, mit Nicola Lubitsch, Tom Tykwer, Michael Hanisch, Dani Levy
Nicola Lubitsch, Tochter von Ernst Lubitsch, führt durch die erste Lebenshälfte ihres Vaters, der als Sohn eines jüdischen Schneidermeisters in Berlin aufwuchs. Schon während der Schulzeit kam er mit dem Theater in Kontakt, später trat er Max Reinhardts Ensemble bei. Ab 1913 spielte Lubitsch in Filmkomödien mit, durch seinen Erfolg konnte zur Regie wechseln.
Seltene Filmausschnitte, neu entdeckte Fotos, historisches Wochenschaumaterial und originale Tonaufnahmen mit Lubitsch und anderen Zeitzeugen (etwa der Schauspielerin Henny Porten) zeichnen ein vielschichtiges Porträt. Auch renommierte Filmhistoriker und bedeutende Regisseure der Gegenwart würdigen eines der größten Genies der Filmgeschichte.

Mi 15.2. 20 Uhr
DIE AUSTERNPRINZESSIN
Regie: Ernst Lubitsch, DE 1919, 60 min, FSK: ab 0, mit Ossi Oswalda, Harry Liedtke, Victor Janson, Curt Bois, DVD mit Musik: Aljoscha Zimmermann
Millionärstochter Ossi ist entsetzt: Die Tochter des Schuhcremekönigs heiratet einen Grafen. Natürlich muss Ossi das übertrumpfen, also soll ihr Vater, der Austernkönig, ihr gefälligst einen Prinzen organisieren. Ein Prinz wird tatsächlich schnell gefunden, dieser will aber nichts von Frau und Hochzeit wissen…
Turbulente Groteske, die Komödie pur bietet – eines der frühen Meisterwerke von Lubitsch. Wie DIE PUPPE ist auch DIE AUSTERNPRINZESSIN eine von Lubitschs typischen Ehekomödien.

„Nach Lubitschs eigener Aussage seine ‚erste Komödie mit einem definitiven Stil‘, der ‚Schritt von der Komödie zur Satire‘. Voller grotesker Komik und subtiler Gags. Lubitsch zeigt hier erstmals, was in ihm steckt.“ (Lexikon des internationalen Films)

Die_Austernprinzessin
INFOS

Hommage zum 120. Geburtstag von Ernst Lubitsch im Murnau-Filmtheater

Eintritt: 6 € / 5 € ermäßigt für Kinder, Studierende, Auszubildende, Rentner und Schwerbehinderte
Murnau-Filmtheater im Deutschen Filmhaus (gegenüber Kulturzentrum Schlachthof), Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden
Tel. 0611-97708-41 (Mo-Fr: 10 -12 Uhr) filmtheater(at)murnau-stiftung.de

Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung

Murnaustraße 6
65189 Wiesbaden
Tel.: +49 (0) 611 / 97708-47
Fax: +49 (0) 611 / 97708-49
www.deutsches-filmhaus-wiesbaden.de
Bildnachweis // Quelle: Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung / Pressefotos //
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Samstag, am 19. Mai 2012
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