DIE KATZE AUF DEM HEISSEN BLECHDACH.
Broadway-Klassiker erstmals am 14. Januar im Landestheater Eisenach.
Der amerikanische Dramatiker Tennessee Williams (1911 - 1983) sah das eigene Leben als Grundlage seines dichterischen Wirkens. Und gerade deshalb konnte dieser außergewöhnliche Dichter derart lebendige und authentische Figuren auf die Bühne bringen wie z.B. in „Die Glasmenagerie", „Die tätowierte Rose" oder „Endstation Sehnsucht": Figuren, wie das Leben sie schrieb - wie sein Leben sie schrieb. Sein außerordentlich sensibler Charakter ermöglichte es ihm bereits in seinen dichterischen Anfängen, Menschliches und Zwischenmenschliches äußerst genau wahrzunehmen und zu Papier zu bringen. Zunächst als zu verweichlicht verlacht, wurde er später der Dichter menschlicher Süchte und Sehnsüchte, der Dramatiker der seelischen Zwiespältigkeit, unter der er selbst zeit seines Lebens litt und zu zerbrechen drohte.

Marianne Thielmann als Big Mama, Reinhard Bock als Reverend Tooker,
Ulrich Kunze als Doktor Baugh,
Hans-Joachim Rodewald als Big Daddy, Liljana Elges als Mae,
Josephine Fabian als Maggie und Renatus Scheibe als Gooper
© foto-ed.de
In den 40er Jahren wurden seine Stücke vor allem auf dem Broadway auf und ab gespielt; es reihte sich Erfolg an Erfolg. 1955 kam „Die Katze auf dem heißen Blechdach" („Cat on a Hot Tin Roof") unter der Regie von Elia Kazan zur Uraufführung und berührte über 700 Mal am Broadway das Publikum; noch im selben Jahr erhielt Williams für dieses herausragende Stück den Pulitzerpreis. Die Verfilmung im Jahr 1958 mit Elizabeth Taylor und Paul Newman machte „Die Katze auf dem heißen Blechdach" weltberühmt.
Big Daddy, Patriarch der Familie Pollitt und reicher Plantagenbesitzer, feiert seinen 65. Geburtstag. Doch es soll sein letzter sein, denn Big Daddy ist unheilbar an Krebs erkrankt. Gooper, sein älterer Sohn und ehrgeiziger Rechtsanwalt, ist auf Betreiben seiner Frau Mae bestrebt, das Erbe für sich zu beanspruchen. Sein jüngerer Bruder Brick, angewidert von der Verlogenheit der eigenen Familie, will von dem zu erwartenden Erbe nichts wissen. Deshalb versucht seine attraktive Frau Maggie die Ansprüche ihres Mannes zu vertreten.
Williams schildert in seinem Klassiker erbarmungslos Missstände innerhalb der Familie als Keimzelle der Gesellschaft, in der ihre Mitglieder vor sich selbst und anderen zu bestehen versuchen. Mit allen ihren Leidenschaften sehnen sie sich nach Hingabe an die Welt und leiden an der Angst vor Einsamkeit, vor allem inmitten ihresgleichen. Was bleibt, ist das triebhafte Ringen um Anerkennung, Respekt und Liebe, die Sehnsucht nach Geborgenheit in einer Welt, die für die menschlichen Bedürfnisse nicht geschaffen zu sein scheint. „Ich fühle mich die ganze Zeit wie eine Katze auf einem heißen Blechdach!" sagt Maggie, die aber lange noch nicht aufgegeben hat: „Wie sieht der Sieg einer Katze auf einem heißen Blechdach aus? Dass sie durchhält, solang sie nur kann."

Josephine Fabian als Maggie und Lukas Spisser als Brick
© foto-ed.de
DIE KATZE AUF DEM HEISSEN BLECHDACH
Schauspiel von Tennessee Williams / deutsch von Jörn van Dyck
Eine Produktion des Meininger Theaters
Premiere am 14. Januar 2012 um 19.30 Uhr
weitere Vorstellungen:
20. Jan. 2012, 19.30 Uhr
27. Jan. 2012, 19.30 Uhr
29. Jan. 2012, 15 Uhr
19. Febr. 2012, 15 Uhr
23. Febr. 2012, 19.30 Uhr
10. März 2012, 19.30 Uhr
Information und Karten: Theaterkasse (03691-256 219), Besucherservice (03691-256 232), Eisenacher Tourist-Information (03691-792 323), www.theater-eisenach.de
Ort
Landestheater Eisenach
Theaterplatz 4-7
99817 Eisenach
www.theater-eisenach.de
Quelle: Landestheater Eisenach // Pressefotos
















































